Presse
13.10.2017, 12:45 Uhr
Stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Aalener Landtagsabgeordneter Winfried Mack erklärt heute (13. Oktober) zu den Ergebnissen des IQB-Bildungstrends:
„Das Ergebnis des IQB-Bildungstrends ist verheerend. Die Studie zeigt deutlich: Wir haben ein massives Qualitätsproblem im Bildungssystem. Die Versäumnisse der Vergangenheit in den Jahren 2011 bis 2016 werden schonungslos aufgedeckt. Die frühere grün-rote Landesregierung bekommt die Note 6.
Die CDU sieht sich jetzt umso mehr in ihrem zentralen bildungspolitischen Ziel  bestärkt: Die Stärkung der Qualität von Schule und Unterricht in allen Schularten. Wir wollen den Fokus wieder auf Leistung und Lernerfolg, Fachlichkeit und Verbindlichkeit legen. Schnellschüsse, wie die bloße, reflexartige Forderung nach mehr Geld sind zu kurz gegriffen. 
 
Die CDU hat nach dem Regierungswechsel 2016 erste wichtige Weichen gestellt: Im Vergleich zum Schuljahr 2015/16 werden die Kinder in den Grundschulen künftig 8 Stunden mehr Lesen, Schreiben, Rechnen lernen.

 
'Schreiben nach Gehör' war ein Irrweg und gehört der Vergangenheit an. Schon seit einem Erlass vom Dezember 2016 muss wieder von Anfang an in den Grundschulen auf eine korrekte Schreibweise geachtet werden.

 
Die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung im Jahr 2011 hat Grundschülern teilweise ihrer Leistungsmotivation genommen und die Lehrer haben ihrer Erstverantwortung für den weiteren Werdegang ihrer Schüler verloren. Auch hier haben wir gegengesteuert und durch die stärkere Gewichtung der Grundschulempfehlung wieder den Wert des Lernens gesteigert.
 
Die Ergebnisse des IQB Bildungstrends zeigen weiter, dass es an einer nachhaltigen Antwort auf die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft fehlt, um eine gelingende Kompetenzvermittlung für alle Schüler zu sichern. Falsch verstandene Heterogenität darf nicht zu einem Verlust an Unterrichtsqualität führen. Für die CDU steht die leistungs- und begabungsdifferenzierte Lernvermittlung im Fokus, danach erst kommt die binnendifferenzierte Lernförderung. 
 
Die Lehreraus- und -fortbildung müssen auf ihre Inhalte geprüft, miteinander verzahnt und insgesamt gestärkt werden. Von Fortbildung muss ein konkreter Mehrwert für den Lernerfolg der Schüler ausgehen. Für die CDU ist der Lehrer weit mehr, als nur ein "Lernbegleiter". Auf den Lehrer kommt es an! Neben dem Lehrerkollegium ist die Rolle des Schulleiters von Bedeutung: Der Schwerpunkt seines Handelns soll künftig auf der Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht liegen.
 
Mit Blick auf die große Zuwanderung in den Jahren 2015 und 2016 nach Baden-Württemberg , die noch nicht Gegenstand der Ergebnisse des aktuellen IQB Bildungstrends ist, müssen wir uns ebenso fragen, ob die Qualifizierungsmaßnahmen angemessen und ausreichend sind. 
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