Schwache Konjunktur hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt

Wirtschaftspolitischer Sprecher Claus Paal MdL und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Winfried Mack MdL zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen

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Wirtschaftspolitischer Sprecher Claus Paal MdL und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Winfried Mack MdL der CDU-Landtagsfraktion sagen zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen:

„Die aktuelle Meldung zu den Arbeitsmarktzahlen muss uns alarmieren. Die Arbeitslosigkeit steigt demnach um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr. Es wird Zeit, Klartext zu reden und alles zu tun, damit Arbeitsplätze gesichert werden.

Dass Kurzarbeit ein probates Mittel ist, eine gewisse Zeit eine Auftragsdelle zu überbrücken ist klar. Dies genügt aber nicht. In Gesprächen mit unseren Unternehmen drücken diese die große Sorge aus, dass wir ein sehr großes Problem bei den Produktionsbetrieben haben. Deren Wettbewerbsfähigkeit sei im Vergleich zu anderen Standorten, außerhalb des Landes in einem kritischen Bereich angelangt.

Wir müssen unsere Unternehmen dringend dabei unterstützen aufzuholen, sonst werden Arbeitsplätze dauerhaft verloren gehen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen, wie die längst überfälligen Steuererleichterungen, die Senkung der hohen Energiekosten, der Abbau von Bürokratiebelastungen und eine weitere Verbesserung von Abschreibungsmöglichkeiten.

Ein erster richtiger Schritt war die Absenkung des Solidaritätszuschlages sowie die Verbesserung der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Im europäischen Vergleich hat unser Standort an Attraktivität verloren, dies gilt es umzukehren."

 

 

Meldung der dpa:

Schwache Konjunktur hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt

Stuttgart (dpa/lsw) - Die schwächelnde Konjunktur geht nicht spurlos am Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg vorbei. Zwar waren im November noch einmal etwas weniger Menschen ohne Job als im Oktober, wie die Arbeitsagentur am Freitag in Stuttgart mitteilte. Im Vergleich zum November 2018 nahm die Arbeitslosigkeit aber um 6,5 Prozent zu. Genau 197 084 Arbeitslose sind derzeit registriert, 1116 oder 0,6 Prozent weniger als vor einem Monat. Vor einem Jahr waren es allerdings nur knapp 185 000. Die Quote liegt aktuell bei 3,1 Prozent. 3,2 Prozent waren es im Oktober, 3,0 Prozent vor einem Jahr.

«Auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg setzen sich schon zuvor beobachtete Entwicklungen fort», sagte der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch. Zwar sei es erfreulich, dass die Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten noch weiter steige und die Zahl der Arbeitslosen erneut zurückgegangen sei. Das liege aber ausschließlich daran, dass die Bemühungen um Langzeitarbeitslose gegriffen hätten, erklärte Rauch.

Deutlich mehr Menschen als vor einem Jahr seien im November arbeitslos geworden, und weniger Arbeitslose hätten eine neue Stelle in der Automobilbranche, im Maschinenbau und im verarbeitenden Gewerbe gefunden. Zum Beispiel im Handwerk gebe es zugleich aber weiter einen Fachkräftemangel und entsprechende Chancen. «Es lohnt sich für die Betroffenen, ihren Blick auch darauf zu richten», sagte Rauch.

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