Im Hinblick auf Covid-19 muss jetzt die Bevölkerung geschützt werden

Winfried Mack lobt Arbeit des Landratsamtes Ostalbkreis und macht Vorschläge an das Sozialministerium in Stuttgart

Bild: Pixabay
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Landtagsabgeordneter Winfried Mack ist angesichts der Ausbreitung des Covid-19-Virus besorgt. Er hat sich deshalb heute an Sozialminister Manfred Lucha gewandt. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Minister Lucha,

unser Land geht mit der Covid-19-Ansteckungsgefahr verantwortungsvoll um. In Ellwangen ist das Krankenhaus betroffen. Die Intensivstation muss vier von acht Betten schließen, weil eine Krankenschwester positiv getestet wurde und zwölf weitere Personen in die häusliche Isolation müssen. Es ist gut, dass wir im Ostalbkreis drei Krankenhäuser haben und dadurch flexibler sind. An ausreichenden Krankenhauskapazitäten müssen wir auch in Zukunft festhalten.

Im Hinblick auf Covid-19 muss jetzt die Bevölkerung geschützt werden. Dies hat Vorrang vor wirtschaftlichen Erwägungen. Entscheidend ist, die Infektionsketten möglichst zu durchbrechen, die Ausbreitung zu verlangsamen und die Arbeitsfähigkeit des medizinischen Systems zu sichern. Es ist gut, dass viele medizinischen Institutionen und auch Privatpersonen vorgesorgt haben. Den Menschen jetzt „Hamsterkäufe“ vorzuwerfen, ist unverantwortlich. Die Bürgerinnen und Bürger legen im Wesentlichen den Vorrat an, den die Bundesregierung seit längerem empfiehlt.

Unser Landratsamt, in das das staatliche Gesundheitsamt integriert ist, leistet in diesen Tagen hervorragende Arbeit vor Ort. Ich bitte Sie und das Sozialministerium als vorgesetzte Behörde in allen Fragen des Gesundheitsschutzes, unsere Gesundheitsbehörden vor Ort mit aller Kraft zu unterstützen.

Aus meiner Sicht ist im Moment folgendes zu überlegen und zu veranlassen:  

  1. Das Sozialministerium muss eine Richtlinie herausgegeben, wie mit der Durchführung von Veranstaltungen umzugehen ist. Daran hängen auch Regressfragen. Es sollte entlang der gesetzlichen Vorgaben subsumiert werden, was „höhere Gewalt“ ist. 
  1. Das Landesgesundheitsamt sollte rund um die Uhr erreichbar sein. Denn es muss auch noch um 23:00 Uhr oder um 5:00 Uhr morgens entschieden werden können, ob eine Schule geschlossen werden muss oder nicht. Auch die Telefonhotline des Sozialministeriums ist nur bis 18:00 Uhr verfügbar. Hier brauchen wir bürgerfreundlichere Zeiten.
  1. Es sollte in jedem Fall sichergestellt sein, dass sechs Stunden nach einem Test das Ergebnis vorliegt. Da mit mehreren hundert Überprüfungen am Tag gerechnet werden muss, müssen entsprechende Laborkapazitäten verfügbar sein.  
  1. Es ist zu prüfen, ob das Land (wie der Bund und ergänzend zum Bund) eine Materialsammelbestellung für Schutzkleidung vornehmen muss.  

Ich bin mir sicher, dass wir diese Herausforderung gemeinsam bewältigen können.“

 

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