Kiesewetter und Mack sind enttäuscht von der Go-Ahead-Antwort

Die Antwort hilft den Pendlerinnen und Pendler wenig weiter!

Die Abgeordneten Roderich Kiesewetter und Winfried Mack, die zu Beginn des Jahres ein Bürgergespräch zum Bahnverkehr auf der Rems- und Jagstbahn veranstaltet haben, bei dem vor allem Pendlerinnen und Pendler zu Wort kamen und von den Problemen und Verbesserungsmöglichkeiten auf der Strecke berichteten, sind enttäuscht von der Antwort des Eisenbahnverkehrsunternehmens Go-Ahead. Im Nachgang zur Veranstaltung hatten die Abgeordneten die Punkte der Pendlerinnen und Pendler aufgegriffen und in drei verschiedenen Schreiben an die zuständigen Ansprechpartner bzw. Verantwortlichen, Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), Go-Ahead und die Deutsche Bahn gesandt.

„Leider hat Go-Ahead nicht unser direktes Schreiben beantwortet, sondern sich bestimmte Punkte bei der 65-Punkte-Liste herausgenommen. Allerdings bieten die Antworten für uns und die Pendlerinnen und Pendler keinen großen Mehrwert.“, so Landtagsabgeordneter Winfried Mack. „Ich finde es schon schade, denn das wäre auch eine wirklich gute Chance gewesen, den Dialog zu suchen und die Wertschätzung und Verständnis gegenüber den Pendlerinnen und Pendlern zu zeigen, indem auf alle Punkte ausführlich geantwortet wird.“, meint Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter. „Das sind ja nicht unsere Vorschläge und Forderungen gewesen, sondern die der Bürgerinnen und Bürger. Und die haben sich wirklich viel Mühe gegeben bei der Veranstaltung und sehr sachorientierte Vorschläge und Punkte gemacht.“, berichten die Abgeordneten.

Insgesamt werde bei der Antwort herausgestellt, dass das Unternehmen im Gespräch mit den weiteren Beteiligten sei und sich um Verbesserungen bemühe. Das sei zwar gut und richtig, es werde aber den Zuständen auf der Strecke nicht gerecht, befinden die Abgeordneten.

Außerdem werden Widersprüche zur Antwort des grünen Verkehrsministers deutlich. So verneine der Verkehrsminister in seiner Antwort die fehlenden Haltegriffe in den vom Land bestellten Zügen. Go-Ahead wiederum sei zu diesem Thema mit dem Zughersteller im Gespräch. Also gebe es anscheinend doch Gesprächsbedarf bzgl. der Haltegriffe. Das sei jedenfalls positiv zu sehen, dass sich Go-Ahead hier bemühe. Nicht stimmig ist ebenfalls die Antwort  bzgl. des Einsatzes von Subunternehmern. „Verkehrsminister Hermann hatte hier zugestanden, dass laut Verkehrsvertrag es Go-Ahead erlaubt sei, bis zu 10 Prozent der Vertragsleistungen durch Subunternehmer zu erbringen. Für die Inbetriebnahmephase sei das Unternehmen aber temporär begrenzt von dieser Regelung befreit worden. Go-Ahead wiederum gibt an, nur auf der Murrbahn mehrere Subunternehmer eingesetzt zu haben und begründet dies mit den zu knappen Lieferungen der Züge, die keine Zeit für Testfahrten ermöglicht hätten. Da sind die  beiden Aussagen aus unserer Sicht auch nicht ganz stimmig. Hat der Verkehrsminister keine Übersicht, wer wo fährt?“, fragen sich die Abgeordneten.

Bedauerlich sei insgesamt, dass die Punkte zum Thema „Information bei Verspätungen und Ausfällen“, die sich über mehrere Fragen und Anregungen zogen, ohne Mehrwert für die Pendlerinnen und Pendler beantwortet wurden. „Offenbar ist hier die Wahrnehmung eine andere, als die Pendlerinnen und Pendler bei unserer Veranstaltung hatten.“, meinen die Abgeordneten. „Auch bezüglich der Verspätungen und Ausfälle kann ich nicht viel aus der Antwort gewinnen“, so Kiesewetter. „Insgesamt hilft die Antwort den Pendlerinnen und Pendler wenig weiter. Unser Anliegen war, die Situation gemeinsam mit den Pendlerinnen und Pendler und den Beteiligten zu verbessern. Dazu hätte dann auch gehört, dass unser Schreiben umfassend beantwortet wird. Zumal die Diskussion sehr konstruktiv verlief und keiner hier einseitig Schuld zugeschoben hat.“, so die Abgeordneten abschließend.

 

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