Bis zu 14.000 Notrufe pro Monat

So profitieren wir vom neuen Führungs- und Lagezentrum der Polizei

Winfried Mack u.a. gemeinsam mit Amtsleiter Dr. Stefan Horrer, Polizeipräsident Reiner Möller und Thomas Wagenblast
Winfried Mack u.a. gemeinsam mit Amtsleiter Dr. Stefan Horrer, Polizeipräsident Reiner Möller und Thomas Wagenblast
Im kommenden Frühjahr soll das neue Führungs- und Lagezentrum (FLZ) der Polizei in Aalen an den Start gehen und damit die Polizeiarbeit noch effizienter machen. Bei der Besichtigung der Baustelle informiert sich der Landtagsabgeordnete Winfried Mack, gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Aalener Gemeinderat Thomas Wagenblast, über den Baufortschritt, aber besonders über die Vorteile für die ganze Region.

„Für die drei Landkreise Schwäbisch Hall, Rems-Murr und den Ostalbkreis wickeln wir derzeit bis zu 14.000 Einsätze im Monat ab. Von der Katze auf dem Baum bis hin zu schweren Straftaten. Jeder Einsatz und damit auch jeder Notruf über die 110 wird ab Frühjahr 2021 im Herzstück des Neubaus, dem Lagezentrum, ankommen. Durch modernste Technik wissen wir immer sofort, welches Fahrzeug in der Nähe ist und können so schnell vor Ort sein“, erklärt der Polizeipräsident Reiner Möller.

 

Ein Lagezentrum werde immer für den absoluten Notfall geplant und müsse auch in extremen Situationen handlungsfähig sein, so Möller. „Auch wenn wir hoffen, dass es hier nie wieder eine Geiselnahme oder einen Amoklauf geben wird, sind wir mit dem neuen Lagezentrum sehr gut darauf vorbereitet und auch die Räumlichkeiten für eine Sonderkommision sind in unmittelbarer Nähe, um sich durch kurze Wege schnell abstimmen zu können.“ Die kurzen Wege und die schnelle Abstimmung mit seinem Führungsstab seien für den Polizeipräsidenten ein großer Vorteil des neuen Lagezentrums.

 

Winfried Mack lobt die vorausschauende Planung des FLZ: „Ein so komplexer Neubau ist eine große Leistung, denn es muss schon jetzt berücksichtigt werden, welchen Herausforderungen das Lagezentrum in 10 oder 20 Jahren gewachsen sein muss.“ Deshalb seien neben Kilometern an Kabeln auch bereits Leerrohre verlegt worden, ergänzt der Amtsleiter von Vermögen und Bau, Dr. Stefan Horrer. Sein Amt ist für den Bau verantwortlich und Reiner Möller lobt ausdrücklich die gute Absprache und Zusammenarbeit.  Thomas Wagenblast ergänzt hier die Bedeutung des FLZ als ein Element der kritischen Infrastruktur und die damit verbundenen technischen Auflagen. „Ähnliche Auflagen wird es auch beim Bau der neuen Integrierten Regionalleitstelle Ostwürttemberg geben und diese machen solche Gebäude so komplex. Was auch passiert, ein Führungs- und Lagezentrum und eine Leitstelle für Rettungsdienste und Feuerwehren müssen stets einsatzfähig sein“, unterstreicht Wagenblast.  

 

Den Polizeibeamtinnen und -beamten wurde in den letzten Wochen viel abverlangt, berichtet Möller, denn „im operativen Dienst und beispielsweise auch im Lagezentrum konnte keiner im Home-Office arbeiten.“ Winfried Mack sieht das genauso: „Ich bin stolz auf unsere funktionierende Polizei, es ist wichtig zu sehen, dass sie immer einsatzbereit waren und sind. Ein großes Lob an alle, denn auch während des Lock-Downs mussten die Einsätze normal weiterlaufen!“

 

Am Schluss wirft Winfried Mack gemeinsam mit Amtsleiter Horrer einen Blick auf die anderen Großbauprojekte in Aalen, denn hier werde in den nächsten Jahren sehr viel Landesgeld investiert: „Das neue Führungs- und Lagezentrum wird mit 10 Millionen Euro unterstützt, die neuen Forschungsgebäude der Hochschule Aalen sind fast fertig und es stecken 19,6 Millionen Euro Europa-, Bundes- und Landesmittel drin. In der Planung ist bereits das neue Fakultätsgebäude der Wirtschaftswissenschaften mit einem Landeszuschuss von 25 Millionen Euro.“

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