Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg startet am 1.1.2021

Winfried Mack: "Vorreiter für ganz Deutschland!"

Winfried Mack bei seiner
Winfried Mack bei seiner "Aktuellen Stunde" im Gespräch mit Claus Paal MdL und vielen interessierten Teilnehmern
In der letzten Woche wurde die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg in Stuttgart beschlossen. Zum 1.1.2021 startet sie mit 50 Millionen Euro Grundkapital. „Hier sind wir Vorreiter für ganz Deutschland“, betont der Landtagsabgeordnete Winfried Mack, der bei seiner virtuellen „Aktuellen Stunde“ gemeinsam mit dem Initiator der Klimaschutzstiftung, Claus Paal MdL, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, über die Vorteile und Ziele informierte.


Nach einer Landtagsrede zum Thema Klimaschutz vor zwei Jahren war für Claus Paal klar: „Wir brauchen endlich praktikable Lösungen, damit Baden-Württemberg schnellstmöglich klimaneutral wird“. Es entstand die Idee der Klimaschutzstiftung als ein Element zur weltweiten CO2-Neutralität. „Winfried Mack war bei der Idee sofort mit an Bord und nach zwei Jahren zähem Ringen mit dem Koalitionspartner startet die Klimaschutzstiftung endlich im neuen Jahr!“, freut sich Claus Paal.

Wie kann die Klimaneutralität erreicht werden?

Reduzierung bedeutet, dass beispielsweise Häuser besser isoliert werden oder Fahrzeuge weniger Kraftstoff verbrauchen. Bei der Substituierung wird Erdöl als Kraftstoff durch andere Technologien ersetzt. „Hier sind wir startklar! Wir haben alle Technologien erfunden und müssen diese nur endlich einsetzen. Wir brauchen die E-Mobilität und auch die Synthetischen Kraftstoffe, um die Klimaziele zu erreichen, denn nicht der Verbrennungsmotor ist das Problem, sondern die Tankfüllung“, erklärt Claus Paal. Bei der dritten Möglichkeit setzt die Klimaschutzstiftung mit der Kompensation an. „Für die Reduzierung und die Substituierung brauchen wir noch mehr Zeit. Wir sind hier sehr gut unterwegs und können mit Technologien aus Baden-Württemberg die Klimaziele weltweit erreichen. Aber wir müssen jetzt handeln und das geht nur über Kompensation“, so Paal.

 

Wie funktioniert die Klimaschutzstiftung?

Bei der Klimaschutzstiftung können CO2-Zertifikate gekauft werden und dieses Geld wird in Kompensationsprojekte investiert. Beispiele sind die Aufforstung von Wäldern, der Humusaufbau oder die Wiedervernässung der Moore. Es werden weltweit Projekte unterstützt, aber als Besonderheit der Stiftung viele Projekte in Baden-Württemberg. Wichtige Bausteine sind auch Entwicklungshilfe, Forschung und Bildung.

 

Wer profitiert von der Klimaschutzstiftung?

Das Land Baden-Württemberg wird mit der Klimaschutzstiftung eine Vorbildrolle übernehmen, denn landeseigene Firmen, Gebäude und Fuhrparks sollen klimaneutral werden, angefangen bei den Behörden bis zu den Hochschulen. Gleichzeitig werden bereits alle Flugdienstreisen durch eine Klimaabgabe kompensiert.

„Die Klimaschutzstiftung ist aber auch ein Angebot für alle Firmen und Privatpersonen“, berichtet Claus Paal. Große Firmen wie Bosch und Daimler stellen den Anspruch der Klimaneutralität nicht nur an sich, sondern auch an ihre Zulieferer. „Als Land können wir hier eine anerkannte Alternative anbieten. Privatpersonen können wir als vertrauensvoller Anbieter für die Klimaneutralität gewinnen. So kann jeder auch sein Eigenheim klimaneutral stellen“, betont Winfried Mack. Claus Paal geht hier noch einen Schritt weiter: „Mich würde es freuen, wenn sich auch die Jugendlichen aktiv an der Klimaschutzstiftung beteiligen und beispielsweise ihr Smartphone kompensieren.“
 

Für den ebenfalls zugeschalteten CDU-Landtagsabgeordneten Raimund Haser (Wangen) ist die Klimaschutzstiftung der große Wurf und er betont gleichzeitig, dass wir uns in weiteren Bereichen für den Klimawandel besser rüsten müssten, etwa in den Bereichen Wasser oder Städtebau. 

Der CDU-Landtagskandidat für Schwäbisch Gmünd, Tim Bückner, ist begeistert vom Konzept der Klimaschutzstiftung. „Hier freut sich mein grünes Herz. Die CDU trat schon immer für den Erhalt der Schöpfung ein. Mit der CO2-Bepreisung geben wir dem Klimaschutz einen marktwirtschaftlichen Aspekt, statt reine Symbolpolitik zu machen“, so Bückner.

„Für unsere deutschen Verbote interessiert sich in der Welt keiner. Sehr wohl aber für unsere deutschen Technologien. Wir können das weltweite Klima nicht mit Verboten in Baden-Württemberg retten, sehr wohl aber mit unserem Forschergeist und mit Lösungen aus Baden-Württemberg“, ergänzt Winfried Mack und Claus Paal mahnt: „Wir dürfen nicht aufhören, besser zu werden!“

 

Hintergrund:

Jeden Montag bietet der Landtagsabgeordnete Winfried Mack eine virtuelle „Aktuelle Stunde“ an. Alle Interessierte können über einen Link ganz einfach teilnehmen. Thema am 30.11. um 20 Uhr ist die im Ostalbkreis erfundene „Bioökonomie“.

 

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