Presse
24.05.2019, 10:06 Uhr
Presseinformation der Hochschule Aalen vom 23. Mai 2019
Digitalisierung erleben, Zukunft entdecken
Zum Tag der offenen Tür ist der Erlebnistruck „expedition d“ an der Hochschule Aalen
Wie kann ein Auto autonom fahren? Wie werden wir im Jahr 2025 lernen? Und welche Berufe wird es dann geben? Die Digitalisierung bringt viele Herausforderungen und Chancen mit sich. Die Bildungsinitiative „expedition d – Digitale Technologien | Anwendungen | Berufe“ zeigt, wie sie unsere Berufswelt verändert und wie junge Menschen die digitale Transformation mitgestalten können. Von Mittwoch, 22. Mai, bis Freitag, 24. Mai, ist der Erlebnistruck erstmals an der Hochschule Aalen zum Tag der offenen Tür Gast. Der Truck lädt zum Entdecken digitaler Schlüsseltechnologien ein.

AALEN Die „expedition d“ macht anlässlich des Tags der offenen Tür am Freitag, 24. Mai, an der Hochschule Aalen auf dem Campus Beethovenstraße vor dem Aula- und Hörsaalgebäude Station. Junge Akademiker begleiten die Schülerinnen und Schüler und zeigen berufliche Perspektiven in den MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Bereits am Mittwoch und Donnerstag haben Schülergruppen die „expedition d“ besichtigt.
 
Digitalisierung an Jugendliche heranbringen
Die MINT-Förderung ist bereits seit zehn Jahren ein großes Anliegen der Baden-Württemberg Stiftung – der Erlebnistruck ist ein Baustein davon. Dr. Angela Kalous, Abteilungsleiterin Forschung der Baden-Württemberg Stiftung, erklärt, warum Aufklärung in diesem Bereich so wichtig ist: „Es fehlen allein in Baden-Württemberg über 20.000 Ingenieure. Die Digitalisierung beeinflusst aber alle Berufssparten – auch Handwerksberufe. Deshalb ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, was für Technologien hinter der Digitalisierung stecken – was ist etwa Virtual Reality, was ist Blockchain? Und was muss ich für einen späteren Beruf alles wissen und können?“ Auch für die Hochschule Aalen ist Förderung der MINT-Bereiche bei Kindern und Jugendlichen ein extrem wichtiges Thema, wie Hochschulrektor Professor Dr. Gerhard Schneider betont. Sie wird beispielsweise mit explorhino schon erfolgreich durchgeführt. „Wir überlegen uns immer, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz anschaulich und auch in die Tiefe gehend dargestellt werden kann. Digitalisierung ist eine große Herausforderung für die Zukunft und es ist unsere Aufgabe, Kinder darauf vorzubereiten“, erklärt Schneider. Anlässlich des Tags der offenen Tür an der Hochschule stelle der Erlebnis-Truck damit eine tolle Ergänzung dar, um an das Thema Digitalisierung heranzuführen. „Digitalisierung bietet die Chance, die Welt zu verbessern – beispielsweise im medizinischen Bereich. Sie bricht aber nicht einfach über uns herein, sondern wir können und müssen sie aktiv mitgestalten“, betonte Winfried Mack, der als Aufsichtsratsmitglied der Baden-Württemberg Stiftung extra zur Eröffnung gekommen war. Den Umgang damit zu erlernen und vor allem auch den Jugendlichen beizubringen, das sei die Aufgabe der Gesellschaft.
 
Digitalisierung hautnah erleben
An verschiedenen Stationen lernen die Jugendlichen digitale Schlüsseltechnologien wie Robotik, Virtual Reality, 3D-Druck, Sensorik, Gesichtserkennung, künstliche Intelligenz oder Computer Vision kennen. Dabei müssen sie auch praktische Aufgaben lösen, zum Beispiel mit 3D-Druck den fehlenden Griff einer alten Vase rekonstruieren, mit Augmented Reality ein Zimmer einrichten, mit einer Smart Camera und Puzzlestücken einen Code knacken oder mit einer VR-Brille ein Fahrrad zusammenbauen. Auch die Hochschule Aalen beteiligt sich am Programm: Bei der von der Fakultät Elektronik und Informatik entwickelten Technologiestation „Artificial Intelligence“ bewegen sich Schülerinnen und Schüler via Kopfbewegungen durch ein abenteuerliches und gefährliches Labyrinth. Den besten Weg verrät ihnen dabei eine künstliche Intelligenz. Die Jugendlichen lernen so, wie bei all diesen Technologien Fachleute verschiedener Bereiche aus Technik, Informatik, aber auch Sozialwissenschaften zusammenarbeiten und welche MINT-Berufe daran alles beteiligt sind.
 
Das zweistöckige Expeditionsmobil ist als gemeinsames Angebot der Baden-Württemberg Stiftung, des Arbeitgeberverbands SÜDWESTMETALL und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des erfolgreichen Programms COACHING4FUTURE unterwegs. Ziel ist es, mehr Jugendliche für MINT-Fächer und die beruflichen Chancen durch die Digitalisierung zu begeistern.
 
Info: Auf der Plattform www.expedition.digital können User das Expeditionsmobil in 360° und mit Hilfe von Virtual Reality erkunden. Darüber hinaus zeigen Berufstätige, wie die Digitalisierung ihren Beruf heute schon verändert hat. Lehr- und Lernmaterialien für Lehrkräfte, ein Digi-Quiz und ein Spiel zur Digitalisierung ergänzen das Angebot.