Die Batterie der Zukunft wird in Ellwangen entwickelt

CDU-Wirtschaftspolitiker besuchen die VARTA AG

Die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beim Besuch der VARTA AG in Ellwangen gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Herbert Schein.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beim Besuch der VARTA AG in Ellwangen gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Herbert Schein.

Wie innovativ die Region Ostwürttemberg aufgestellt ist, das zeigte Winfried Mack, der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, seinen Kollegen des Wirtschaftsausschusses bei einem Besuch der VARTA AG in Ellwangen. Die CDU-Abgeordneten wurden vom Vorstandsvorsitzenden Herbert Schein empfangen, der den erfolgreichen Kurs des Unternehmens vorstellte, das seinen Umsatz seit dem Börsengang im Jahr 2017 vervierfachen konnte. Aktuell werden an den Standorten in Deutschland pro Jahr rund 3 Milliarden Batteriezellen gefertigt.


„Mit seiner Innovationskraft ist die Varta AG ein Leuchtturm in Baden-Württemberg“, betont Winfried Mack, der auch Vorsitzender des AK Wirtschaft, Arbeit und Tourismus ist. Er habe immer daran geglaubt, dass die Batterieproduktion in Europa eine Zukunft habe. In der E-Mobilität wird neben der Software die Batterie die wichtigste strategische Komponente sein, prognostiziert der VARTA Chef. Deshalb sei es wichtig und richtig die Batteriezellenforschung und -entwicklung in Deutschland voranzutreiben. „Eine gute Batterie im Gerät oder dem Auto macht den Unterschied zwischen einem guten oder schlechten Auto oder Gerät“, so Mack und ist sich sicher, dass auch die Batterie der Zukunft in Ellwangen entwickelt werde.

Ihre Zukunft sieht VARTA in der Fertigung von Lithium-Ionen-Batteriezellen, die bereits heute etwa in der neuesten Generation von Headsets oder Hörgeräten zu finden sind. VARTA setzt dabei auf wiederaufladbare Batterien, dies sowohl im Bereich der Kleingeräte, wie auch bei E-Fahrzeugen. Auch dort sollen – geht es nach dem Vorstandsvorsitzenden – möglichst bald Lithium-Ionen-Batteriezellen der Firma VARTA eingebaut werden. Ziel des Unternehmens ist es künftig komplette Batterielösungen für beispielsweise Gabelstapler, E-Scooter, E-Bikes und E-Autos zu liefern.

Überraschen konnte der Vorstandsvorsitzende die Wirtschaftspolitiker mit neuesten Erkenntnissen im Bereich des Batterierecyclings: „Wir sind mit unseren Untersuchungen seit Kurzem soweit, dass wir sagen können, die Lithium-Ionen-Zelle lässt sich zu 100 Prozent recyceln und die gewonnen Stoffe lassen sich dem Produktionskreislauf auch wieder zuführen.“ Schein sieht darin einen wichtigen Meilenstein besonders für die E-Mobilität.

Bei einem Betriebsrundgang konnten sich die Abgeordneten ein eigenes Bild vom hohen Automatisierungsgrad und der sehr komplexen Batteriezellenfertigung machen. Durch die Optimierung der Produktionstechnologie stellt VARTA heute mit einer dreifach schnelleren Produktionsgeschwindigkeit her. „Das ist auch wichtig, denn die Nachfrage nach Batterien wird enorm steigen“, so Winfried Mack, der sich mit Schein auch über Künstliche Intelligenz austauschte.  

Das Thema Ausbildung ist Winfried Mack besonders wichtig und so unterstreicht er bei der Besichtigung des hoch modernen Ausbildungszentrums den Stellenwert der Dualen Ausbildung. „Unsere Auszubildenden haben nicht nur die modernsten Räume, sondern auch die beste Aussicht im Unternehmen“, hob Herbert Schein hervor.

„Die Innovationsstärke unserer Unternehmen ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit“, resümiert Mack nach dem Unternehmensbesuch. Für ihn sei es wichtig vor Ort bei den Firmen zu sein und in Gesprächen wichtige Themen und Impulse in den Wirtschaftsausschuss des Landtags mitzunehmen.

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