Selbstbewusste CDU

Schwäbische Post

Neujahrsempfang des Kreisverbands mit einem kämpferischen Landtagsabgeordneten

Viele sind zum Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands nach Ellwangen gekommen – und das wollen sie jetzt: die Ärmel hochkrempeln. Wahlkampf machen. Gern hören Mitglieder und Gäste also einen kämpferischen Aalener Landtagsabgeordneten Winfried Mack.

Anke Schwörer-Haag
 
Ellwangen. Mit Bravo-Rufen feuern sie ihn an. Aufmunternden Beifall gibt es für die besonnenen Worte des Gmünders Dr. Stefan Scheffold, Staatssekretär im Finanzministerium. Das versichern beide: Bis zum 27. März soll allen Wählern im Land klar gemacht werden, dass das in fast 60 Jahren CDU-Regierung geschaffene Musterländle „zu schade ist für Experimente“. „Unser Land ist das Beste. Das hat sogar EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso in dieser Woche gesagt: Alle Länder sollen dahin, wo Baden-Württemberg heute ist“, jubelt Winfried Mack

Man habe die geringste Jugendarbeitslosigkeit (2,5 Prozent), den höchsten Anteil an Investitionen (25 Prozent), eine ausgewogene Lebensqualität in Stadt und Land – wenn das den obersten EU-Chef überzeuge, dann müsse das auch der Bürger anerkennen können, findet Mack. „Aber wir wollen demütig sein, nicht überheblich. Der Wähler entscheidet.“ Vor dem müsse man nicht schlottern: „Wir habe eine gute Bilanz. Wir regieren seit 57 Jahren, können etwas vorlegen. Deshalb bitten wir um Vertragsverlängerung.“ Da kommt er prompt, der Applaus. „Bravo“, tönt es aus der Menge. „Das war klasse“, seufzt ein Zuhörer – zumal Mack jetzt jede Menge Programme aufzählt, mit denen die Bildung gefördert wird.

„Wir schließen keine einzige Grundschule, weder auf dem Dorf noch in den Stadtteilen“, verspricht er außerdem. Und will – in dem Land, das das Automobil erfunden hat – politisch den Boden bereiten, „dass wir auch bei der E-Mobilität von niemandem überholt werden“. Ebenso wenig auf der Schiene. Macks Bekenntnis für Stuttgart 21 provoziert wieder Applaus und Bravo-Rufe. Dann aber warnt er: Was dem Land blühe, wenn nach dem 27. März die Grünen gemeinsam mit der SPD und der Linken regierten, das könne man derzeit in Nordrhein-Westfalen beobachten.

Wie glücklich sich die Zukunft dagegen fügen könne für die Menschen, „die Arbeitsplätze finden und damit Sicherheit“, bringt Scheffold als zweiter Hauptredner auf diesen Nenner: „Wirtschaft und CDU – das tut dem Land gut.“ Auch um das offensichtlich zu machen, sei die Partei zum Neujahrsempfang wieder bei einem mittelständischen Unternehmen zu Gast. Diesmal im imposanten Hochregallager des Schulmittelversands und Schulverlags Betzold, dessen Chef Ulrich Betzold die Firma vorstellt – samt Ausbauplänen für die Zukunft.

„So etwas ist möglich, weil wir in Baden-Württemberg mit 4,8 Prozent noch mehr Wirtschaftswachstum haben als die ohnehin beeindruckenden 3,6 Prozent bundesweit. Auch wenn nicht alles ihr Verdienst ist – so ganz falsch könne die Politik auch nicht gewesen sein“, findet Scheffold. „Rote Hüh-Hott- und Grüne Dagegen-Politik“ brächten dagegen Stillstand und Schulden.

Argumente, die so oder ähnlich auch Kreisvorsitzender Norbert Barthle und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter in ihren Neujahrsgrüßen formulieren. Für einen besonders guten Ton sorgt außerdem der von Franz Xaver Klotzbücher geleitete Chor der Sebastian von Drey-Schule.
 

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