Stödtlen wird bald von einem Rechenzentrum beheizt

CDU Stödtlen besichtigt gemeinsam mit Winfried Mack den IT-Dienstleister JH-Computers

Winfried Mack, Stödtlens Bürgermeister Ralf Leinberger und der Gründer von JH Computers Julian Hauber im Serverraum
Winfried Mack, Stödtlens Bürgermeister Ralf Leinberger und der Gründer von JH Computers Julian Hauber im Serverraum
Die CDU Stödtlen hatte zu einer spannenden Führung beim IT-Dienstleister JH-Computers im Gewerbegebiet Lachfeld eingeladen. Dass die Besucher dieser Führung, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Winfried Mack und der Stödtlens Bürgermeister Ralf Leinberger, nicht mehr aufhören konnten zu staunen, hatte viele Gründe.

Das Unternehmen JH-Computers wurde von Julian Hauber 2015 bereits während seinem Bachelorstudium an der Hochschule Aalen gegründet und bereits während seinem Master an der TU München baute er am Waldrand von Stödtlen seinen Firmensitz mit Rechenzentrum, den die CDU besichtigte. Die kleine Gemeinde am Rand des Ostalbkreises verbindet man nicht sofort mit einem innovativen Rechenzentrum, doch Stödtlen ist Pionier beim Breitbandausbau und bereits seit 2018 läuft die schnelle Backbone-Leitung, die das Rückgrat der Glasfaserversorgung des Ostalbkreises bildet, durch das Gewerbegebiet Im Lachfeld. Diese ermöglichte bereits viele Gewerbeansiedlungen, wie Bürgermeister Ralf Leinberger berichten konnte.

Die Besuchergruppe staunte aber nicht nur über den 27-jährigen Gründer, sondern auch die durchdachte und ressourcenschonende Ausrichtung der Firma. Julian Hauber erklärt sein Konzept als „Green IT“, bei dem ein spezieller Fokus auf einen umwelt- und ressourcenschonenden Betrieb vieler hocheffizienter Server gelegt wird. „Mit steigendem Strombedarf muss zunehmend auf CO2-Emissionen geachtet werden, das gelingt uns durch den Einsatz eines eigenen Blockheizkraftwerks, einer Photovoltaikanlage, einer Adsorptionskälteanlage und dem Einsatz modernster Technologien“, so der Gründer von JH-Computers.

Die Geräte verbrachen nicht nur viel Strom, sondern produzieren auch eine enorme Wärme, ein hundertprozentiges Abfallprodukt. Die Server müssen rund um die Uhr gekühlt werden. „Mein Ziel ist es mit dieser Abwärme die Haushalte und Unternehmen in der Umgebung zu beheizen, dies ist sogar für ganz Stödtlen möglich“, so Julian Hauber. Der Landtagsabgeordnete Winfried Mack zeigt sich sehr beeindruckt von dessen Gründergeist und den Visionen für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Unternehmen. „Wir haben im Ostalbkreis durch das Innovationszentrum eine tolle Gründerkultur und es freut mich besonders, dass ein ehemaliger Student der Hochschule Aalen so mutig ist und mit viel Eigeninitiative und Wissen, dieses beeindruckende Unternehmen gegründet hat“, erklärt Winfried Mack.

Nach der Führung durch das Rechenzentrum, das Blockheizkraftwerk und die Adsorptionskälteanlage gab es im Feuerwehrhaus die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten Winfried Mack, die der Vorsitzende der CDU Stödtlen, Daniel Göggerle, moderierte. Besonders die zunehmende Bürokratie und die starren Regelungen und Vorgaben sorgten für Unmut. Dies kann Winfried Mack gut nachvollziehen und betont, dass der Normenkontrollrat bereits die Vorgaben für Vereine überprüft habe. „Alle Verordnungen müssen regelmäßig auf den Prüfstand. Das haben wir bei den Vereinen begonnen und jetzt müssen die anderen Bereiche folgen. Die Digitalisierung wird hier einen wichtigen Beitrag leisten“, so der Abgeordnete.

 

Weitere Themen der Diskussion waren die ärztliche Versorgung und die Zukunft der Landwirtschaft.

 

Nach oben