Hochschule Aalen bekommt ein KI-Lab für Deep Learning

Für den Aufbau neuer Arbeitsplätze kommt es gerade auf die angewandte Forschung an!

Bild: Pixabay
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Zumeldung von Winfried Mack MdL, stellv. Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion:
 
Winfried Mack MdL begrüßte den Aufbau eines KI-Labs im Bereich Deep Learning an der Hochschule Aalen, der forschungsstärksten HAW (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) im ganzen Land. Dieses Lab soll Teil eines Netzwerkes von KI-Labs im ganzen Land Baden-Württemberg werden. 
 
„Für den Aufbau neuer, zukunftssicherer Arbeitsplätze kommt es darauf an, die angewandte Forschung zu stärken, um neue Ideen in konkrete Produkte umzusetzen. KI ist für viele Industriezweige in Baden-Württemberg eine Schlüsseltechnologie.“ Die Förderung der angewandten Forschung ergänze die Grundlagenforschung im Bereich KI, die z.B. im „Cyber-Valley“ Tübingen-Stuttgart betrieben werde.
 

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 27.12.2019

Wirtschaftsministerium fördert Aufbau regionaler KI-Labs mit 2,3 Millionen Euro
 
Ministerin Hoffmeister-Kraut: „KI muss bei den mittelständischen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ankommen. Mit dem Ansatz, ein Netzwerk der KI-Labs im ganzen Land zu schaffen, sind wir bundesweit Vorreiter“
 
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
fördert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand durch den modellhaften Aufbau regionaler KI-Labs mit 2,3 Millionen Euro und fördert dazu insgesamt 19 „Regionale Labore für Künstliche Intelligenz“ (KI-Labs). Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (27. Dezember) in Stuttgart bekannt. Die Maßnahme ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ der Landesregierung.
 
Mit den KI-Labs soll Künstliche Intelligenz weiter in die Fläche des Landes getragen werden. „Wir müssen dafür sorgen, dass KI bei den mittelständischen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen auch wirklich ankommt. Das ist für uns ein zentrales Anliegen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Daher werden – zunächst modellhaft – 19 regionale KI-Labs im ganzen Land gefördert, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu KI-Wissen zu erleichtern.

„Mit diesem Ansatz, ein Netzwerk physischer KI-Labore im ganzen Land zu schaffen, sind wir bundesweit Vorreiter“, so Hoffmeister-Kraut. „Die KI-Labs sollen eine erste Anlaufstelle in der jeweiligen Region sein, bei der sich alle interessierten Unternehmen über konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI und beispielhafte Anwendungen informieren können“, so Hoffmeister-Kraut.
 
„Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im Land. Es gibt kaum ein Feld der Digitalisierung, das solch hohe Wachstumsraten erwarten lässt. Aber der internationale Wettbewerb ist hart. Wenn wir von diesem Wachstum profitieren wollen, muss ‚KI made in Baden-Württemberg‘ zur Marke werden und wir müssen die Kommerzialisierung von KI entschlossen vorantreiben“, so die Wirtschaftsministerin. „Mit unserem Aktionsprogramm ‚KI für den Mittelstand‘ unterstützen wir unsere Unternehmen dabei, die Chancen von KI schnell und wirkungsvoll zu nutzen. Der modellhafte Aufbau regionaler KI-Labs als Anlaufstelle in der Fläche des Landes ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur weiteren Stärkung von KI im Mittelstand“, sagte Hoffmeister-Kraut.
 
Weitere Informationen
Das Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau der KI-Labs mit rund 1,8 Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu 15 Monaten. Die regionalen Träger leisten einen Eigenbeitrag in Höhe von insgesamt 0,85 Millionen Euro. Um die einzelnen Labs bei ihrer Arbeit ganz praktisch zu unterstützen und einheitliche Qualitätsstandards zu etablieren, investiert das Land weitere 0,5 Millionen Euro in die Entwicklung eines zentralen Unterstützungskonzepts, das den Labs u. a. Methoden und spezielle Werkzeuge für den Wissenstransfer bereitstellt. Das Konzept und die Instrumente werden gemeinsam vom Digitalen Innovationszentrum DIZ, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart
entwickelt.
 
Die Labore sollen dazu beitragen, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen das Potenzial von KI erkennen, konkrete Einsatzmöglichkeiten in ihrem Branchen- und Betriebs-Umfeld identifizieren und erste Schritte in Richtung KI-Anwendungen gehen können. Sie sollen außerdem als Informations-, Vernetzungs-, Erprobungs- und Experimentierräume für Unternehmen dienen. Hierbei setzen sie auch inhaltliche Schwerpunkte mit Bezug zu den jeweiligen regionalen Bedarfen. Die Labore werden Interessierten außerdem regelmäßig die Möglichkeit bieten, erste eigene Erfahrungen in Testumgebungen zu sammeln und niedrigschwellige Unterstützung für Pilotprojekte zu erhalten. Auch die Netzwerkbildung zwischen KI-interessierten Unternehmen untereinander, KI-Anbietern
und Forschungseinrichtungen ist eine wichtige Aufgabe der Labore beim Wissenstransfer. Die KI-Labs sind überwiegend mit den zehn regionalen Digital Hubs verknüpft, die mit Unterstützung des Ministeriums seit Mitte 2018 in verschiedenen Regionen des Landes aufgebaut wurden und inzwischen alle ihre Arbeit aufgenommen haben.

Geförderte KI-Labs

1. Anwendungslabor KI-gestützte Prozessoptimierung
Konsortium:
- Fraunhofer-Gesellschaft e. V. (Fraunhofer IOSB und Fraunhofer ICT)
- Karlsruher Institut für Technologie
Fördervolumen: 76.207 Euro
 
2. DHBW - Künstliche Intelligenz in der Region Hohenlohe-Odenwald-Tauberfranken (DHBW HOT-KI)
Zuwendungsempfänger: Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach
Fördervolumen: 87.069 Euro

3. HubWerk01:KI
Zuwendungsempfänger: Digital Hub Bruchsal e. V.
Fördervolumen: 97.881 Euro

4. Industrienahes KI-Labor für die In-Line-Qualitätskontrolle mittels Deep
Learning
Konsortium:
- Hochschule Aalen
- IHK Ostwürttemberg
Fördervolumen: 97.681 Euro

5. KI vor Ort in Neckar-Alb
Zuwendungsempfänger: IHK Reutlingen
Fördervolumen: 99.985 Euro
 
6. KI-Lab Animation & VFX
Konsortium:
- Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
- Hochschule der Medien Stuttgart
Fördervolumen: 97.430 Euro

7. KI-Lab Bodensee
Zuwendungsempfänger: cyberLAGO e. V.
Fördervolumen: 69.198 Euro

8. KI-Lab für Erneuerbare Energien (KILEE)
Zuwendungsempfänger: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg
Fördervolumen: 99.913 Euro

9. KI-Lab Kurpfalz
Konsortium:
- Technologiepark Heidelberg GmbH
- bwcon GmbH
Fördervolumen: 91.350 Euro

10. KI-Lab Nordschwarzwald
Zuwendungsempfänger: Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH
Fördervolumen: 99.925 Euro

11. KI-Lab Region Stuttgart (KI-LA-RS)
Konsortium:
- Zentrum für Digitalisierung Landkreis Böblingen – ZD.BB GmbH
- Landratsamt Böblingen
- Hochschule Reutlingen
- Software Zentrum Böblingen/Sindelfingen e. V.
Fördervolumen: 100.000 Euro

12. KI-Lab Rhein-Neckar
Konsortium:
- Verband Region Rhein-Neckar
- Universität Mannheim
Fördervolumen: 97.485 Euro
 
13. KI-Lab Südbaden
Konsortium:
- Hochschule Offenburg
- Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fördervolumen: 99.989 Euro

14. KI-Lab Ulm | Alb-Donau | Biberach
Konsortium:
- Digitalisierungsregion Ulm | Alb-Donau | Biberach e. V.
- bwcon GmbH
Fördervolumen: 99.470 Euro

15. KI-Labor im Zentrum für Maschinelles Lernen (ZML) der Hochschule
Heilbronn
Zuwendungsempfänger: Hochschule Heilbronn
Fördervolumen: 99.911 Euro

16. KIM-Labs - Künstliche Intelligenz Mountains Labs
Konsortium:
- TechnologyMountains e. V.
- Hahn-Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung e. V.
- Hochschule Furtwangen
Fördervolumen: 99.929 Euro
 
17. KMUs go „Cyber Valley“ - Regionales KI-Lab für kleine und mittlere Unternehmen
Zuwendungsempfänger: Hochschule Esslingen
Fördervolumen: 64.960 Euro

18. M.Tech KI-Lab mittlere Neckarregion
Zuwendungsempfänger: bwcon GmbH
Fördervolumen: 91.959 Euro
 
19. Regionales KI-Labor für die Region Allgäu-Oberschwaben (LK Ravensburg)
Zuwendungsempfänger: Digitales Zukunftszentrum Allgäu-Oberschwaben
GmbH
Fördervolumen: 97.663 Euro

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