Langzeitarbeitslosigkeit ist größtes Problem in Bopfingen

Winfried Mack: „Wir müssen neue Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig die bestehenden halten“

Die angekündigte Schließung des Magna-Werks in Bopfingen bringt Sorgen für die Beschäftigten und die ganze Region. Der Landtagsabgeordnete Winfried Mack hatte sich bereits im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeister Dr. Gunter Bühler für Bopfingen eingesetzt.

Wie wichtig es ist schon jetzt die Weichen für eine strukturelle Neuausrichtung zu stellen, zeigen die Arbeitsmarktzahlen, die Elmar Zillert, Leiter der Agentur für Arbeit in Aalen und zuständig für Ostwürttemberg, in der Aktuellen Stunde des Abgeordneten, erklärte.

 

„Das größte Problem in Bopfingen ist die überproportional hohe Langzeitarbeitslosigkeit. Hier müssen wir schnell präventiv handeln, um diesen Negativtrend zu stoppen“, so Zillert. So nahm die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 47,8 % zu. Winfried Mack bekräftigt daher die Anstrengungen, neue zukunftsfähige Unternehmen und Start-ups in Bopfingen anzusiedeln: „Wichtig ist, dass wir auch Arbeitsplätze schaffen, die das aktuelle Lohnniveau wiederspiegeln und schon jetzt mit der Qualifizierung und Weiterbildung beginnen.“ Bopfingen sei von wenigen Betrieben abhängig, diese müssen nun gestärkt werden. „Wir haben sehr gute Unternehmen in der Region. Die Überlegungen der Wirtschaftsministerin sind richtig, diese zu unterstützen, um bestehende Arbeitsplätze in Bopfingen zu halten und sogar auszubauen“, betont Mack.

In der Krise haben sich mehr junge Menschen in Bopfingen für eine duale Ausbildung entschieden. „Das ist ein gutes Signal, denn die Anzahl der Bewerber stieg um 7 % zum Vorjahr. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Stellenangeboten, gab es ausreichend freie Stellen“, berichtet Zillert. „Um unsere duale Ausbildung beneidet uns die ganze Welt. Jetzt müssen wir hoffen, dass dieser Trend im nächsten Jahr anhält, denn eine Ausbildung ist eine gute Basis“, ist sich der Landtagsabgeordnete sicher. 


„Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit von 22,5% binnen Jahresfrist und einer aktuellen Arbeitslosenquote von 3,5% ist Bopfingen bisher relativ gut durch die Krise gekommen. Im Landesdurchschnitt stieg die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr mit 35,4% und im Ostalbkreis mit 30,8% deutlich stärker an. Auch die durchschnittliche Arbeitslosenquote liegt im Land Baden-Württemberg mit 4,2% und im Ostalbkreis mit 3,7 % über dem Wert von Bopfingen,“ berichtet Elmar Zillert.  Das bewährte Instrument der Kurzarbeit hat bisher Schlimmeres am Arbeitsmarkt verhindert. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben die Betriebe im Ostalbkreis für 59.293 Beschäftigte Kurzarbeitergeld beantragt. Winfried Mack ist froh über diese Möglichkeit in Deutschland, denn unser soziales Netz federt erstmal die Folgen der Corona-Krise ab. Ein großes Lob gab es vom Abgeordneten für die Agentur für Arbeit, die das Antragsverfahren für die Kurzarbeit vereinfacht und die über 3.500 Anträge auf Kurzarbeit in Rekordtempo bearbeitet hat.


„Bopfingen hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und das ist auch ein Verdienst von Dr. Gunter Bühler, der Bopfingen vom Sorgenkind-Image befreit hat. Dass Magna das Werk in Bopfingen schließt ist branchenbedingt. Die Automobilindustrie wurde so schlecht geredet, dabei ist nicht der Verbrennungsmotor aus Baden-Württemberg das Problem, sondern die Tankfüllung. Durch die Krise der Autobauer müssen sich leider auch die Zulieferer neu aufstellen“, ärgert sich der Landtagsabgeordnete über die pauschale, unüberlegte und bisweilen ideologisch motivierte Verteufelung des Verbrenners. „Mit einer technologieoffenen Diskussion, die auch die Synthetischen Kraftstoffe und Wasserstoff einschließt, ist die Klimaneutralität zu schaffen und dabei werden die Arbeitsplätze in Baden-Württemberg und eben auch im Ostalbkreis gehalten.“ 


„Wir gehen die richtigen Schritte und ich bin dankbar, für den Einsatz von Winfried Mack und Dr. Joachim Bläse. Die Unternehmen in Bopfingen stärken, strukturell neue Arbeitsplätze schaffen und mehr Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: mit diesen Schritten können wir den Kreislauf durchbrechen und Bopfingen fit für die Zukunft machen“, schließt Dr. Gunter Bühler ab.

 

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