Deutschlandtakt: Roderich Kiesewetter und Winfried Mack setzen sich bei Bundesverkehrsminister Scheuer für bessere Zugverbindungen von Ostwürttemberg nach Nürnberg ein

Abgeordnete fordern: Im Stundentakt mit schnellem Zug von Aalen nach Nürnberg

Die direkt gewählten Abgeordneten Roderich Kiesewetter MdB und Winfried Mack MdL setzen sich für eine optimale Berücksichtigung der Region Ostwürttemberg im sogenannten „Deutschlandtakt“ ein. Dieser Plan der Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Fahrgastzahlen bis 2030 auf der Schiene zu verdoppeln. Deshalb fordern sie insbesondere einen Stundentakt mit dem IC bzw. IRE von Aalen nach Nürnberg. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer schreiben die Abgeordneten: 

„Zunächst möchten wir Ihnen für Ihre Bemühungen herzlich danken, mit dem „Deutschlandtakt“ ein zukunftsweisendes Projekt zu betreiben, das bessere Strukturen auf der Schiene schafft. Damit betreiben Sie eine weit vorausschauende und ambitionierte Verkehrspolitik. 

 
In diesem Zusammenhang ist es uns ein wichtiges Anliegen, zwischen Stuttgart und Nürnberg auf der Rems- und Oberen Jagstbahn einen Stundentakt im Fernverkehr (IC) beziehungsweise schnellen Regionalverkehr (IRE) mit Halten in Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen in Angriff nehmen zu können... Es sei darauf hingewiesen, dass die Region Ostwürttemberg grundsätzlich bereit ist, mit Hilfe von Mitteln aus dem Bundes-GVFG in die Zukunftsfähigkeit der Rems- und Oberen Jagstbahn sowie die Brenzbahn zu investieren.  
 
Demnach bitten wir darum, für die bestehende IC-Linie Karlsruhe – Stuttgart – Aalen – Nürnberg im Deutschlandtakt attraktive Reisezeiten vorzusehen, die bestmögliche Anschlüsse in Nürnberg an die Schnellbahntrasse Nürnberg – Erfurt – Berlin zulässt. Dies ist für ganz Baden-Württemberg von großer Bedeutung, weil die Strecke über Nürnberg die kürzeste Verbindung zwischen Stuttgart und Berlin darstellt. 
 
Der Stundentakt auf der Strecke Stuttgart – Aalen – Nürnberg könnte schon mit überschaubarem Aufwand dadurch erreicht werden, dass der seit Juni 2019 bestehende zweistündliche IRE von Stuttgart nach Aalen zukünftig bis Crailsheim verlängert wird. Dieser könnte in Crailsheim Anschluss an den bestehenden RE Stuttgart – Backnang – Nürnberg bekommen. Dieser RE könnte im S-Bahn-Bereich Nürnberg deutlich beschleunigt werden, insbesondere zwischen Ansbach und Nürnberg.  
 
Diese Verbindung hätte auch den Vorteil, dass dadurch die geplante stündliche schnelle IRE-Verbindung von Ulm über Heidenheim/Oberkochen nach Aalen immer Anschluss nicht nur nach Stuttgart und Karlsruhe, sondern zukünftig auch stündlich nach Nürnberg hätte. 
 
Baden-Württemberg und die Region Ostwürttemberg sind auf gute Anschlüsse nach Nürnberg direkt und an den Knoten Nürnberg mit seinen teils hervorragenden Verbindungen nach Berlin, Jena/Leipzig, Prag und Wien angewiesen. Die Region Ostwürttemberg mit ihrer enormen wirtschaftlichen Dynamik beherbergt viele kleine und mittelständische Unternehmen genauso wie Weltmarktführer. Beispiele sind die Firmen Weleda, Hartmann, Voith, Steiff, Carl Zeiss AG, Leitz, Mapal, Varta AG, EnBW ODR und sehr viele mehr.“ 
 
Roderich Kiesewetter und Winfried Mack setzen sich außerdem für strukturell bessere Anschlüsse des Fernverkehrs auf der Remsbahn an die Schnellbahntrasse Richtung Mannheim und Frankfurt ein. Im Rahmen des Projektes „Deutschlandtakt“ werde auch darüber verhandelt. Und sie dankten Bundesverkehrsminister Scheuer ausdrücklich dafür, dass im derzeitigen Entwurf des Deutschlandtakts die Regionalzüge von Aalen nach Stuttgart mit Fertigstellung von Stuttgart 21 nach Tübingen über Messe/Flughafen im Halbstundentakt durchgebunden werden sollen. 

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