"Bundeswehr-Standort Ellwangen auf dem Prüfstand"

Schwäpo

Unter der Überschrift: „Wir tun in Berlin und Stuttgart alles, was uns möglich ist, um Ellwangen zu erhalten!" haben die Abgeordneten Roderich Kiesewetter und Winfried Mack (beide CDU) am Mittwochmorgen die folgende Presseerklärung abgegeben.

 Am 26. Oktober beabsichtigt Bundesverteidigungsminister Lothar de Maizière, das Standortkonzept seiner Bundeswehrreform bekannt zu geben. Rund 100.000 zivile und militärische Dienstposten entfallen bis 2016. Der künftige Personalbestand wird militärisch und zivil insgesamt nur noch etwa 240.000 Stellen ausmachen.
 
Auch der Standort Ellwangen steht dabei zur Diskussion, wie Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter vergangene Woche erfuhr. Die politischen Verantwortungsträger der Region kämpfen vereint für den Standort Ellwangen und seine rund 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kiesewetter hat mit dem Landtagsabgeordneten Winfried Mack, dem Oberbürgermeister der Stadt Ellwangen, Karl Hilsenbek, und dem Landrat des Ostalbkreises, Klaus Pavel, entsprechende Schreiben an den Bundesverteidigungsminister verschickt.
 
Kiesewetter führt aus: „Wir haben gute Argumente: Ellwangen ist der traditionsreichste Standort in Baden-Württemberg und in der Bevölkerung sehr gut verankert. Seit Sommer 2008 sind ca. 26 Millionen € in die Modernisierung des Standorts geflossen. Das darf nicht umsonst gewesen sein!"
 
Es bestehe die Gefahr, dass Baden-Württemberg insgesamt etliche Standorte verlieren wird. Dazu Mack: „Wenig hilfreich war außerdem die Haltung der Grünen im Ellwanger Gemeinderat, die die Resolution für den Ellwanger Standort am 29.09.2010 abgelehnt haben. Anders als bei der letzten Reform war Ellwangen damit nicht mehr geschlossen für den Erhalt der Garnison. Allerdings ist erfreulich, daß Ulla Haussmann (SPD) als frühere MdL Innenminister Reinhold Gall heute persönlich eingebunden hat."
 
„Bis die Entscheidung endgültig gefallen ist, tun wir für den Standort Ellwangen in Berlin und Stuttgart alles, was uns möglich ist! Wir hoffen, daß die Landesregierung die Sorge um den ländlichen Raum genauso ernst nimmt wie wir. Es geht vor allem darum, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Uniform am Standort Ellwangen Gewißheit und Perspektiven zu schaffen."
 

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