Parkhaus-Erweiterung stärkt den Hochschulstandort

Aalener Nachrichten

Symbolischer Spatenstich für 1,33-Millionen-Projekt – Stellplätze für Augenoptik und Innovationszentrum

OB Martin Gerlach fasste es deftig-schwäbisch zusammen: „Die Aalener Hochschule gedeiht wia d‘ Sau“. Und nicht weniger herzhaft griffen er und etliche Mitstreiter dann zum Spaten, um symbolisch den Auftakt für den Bau der Erweiterung des Parkhauses an der Hochschule zwischen Rombacher Straße und Scholz-Arena zu vollziehen. Womit sie ein klein wenig auch den Startschuss für das Innovationszentrum am Burren gaben, mit dessen Bau im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden soll.

Denn die nötige Infrastruktur für dieses europäische Leuchtturmprojekt (Eule) und für die insgesamt weiter wachsende Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) soll unter anderem die Parkhauserweiterung bieten. Von den 106 neuen Stellplätzen darin sind 50 für das Innovationszentrum und 56 für den seiner Vollendung entgegen gehenden Neubau des HTW-Fachbereichs Augenoptik vorgesehen. Die Kosten von 1,334 Millionen Euro für den Parkhaus-Anbau teilen sich Stadt und Land mit 40 zu 60 Prozent. Wobei der städtische Anteil wiederum zu 65 Prozent durch das Eule-Projekt gefördert wird.

Im Zuge der Parkhaus-Erweiterung, so unterstrich der OB, wolle die Stadt im kommenden Jahr auch die Einmündungssituation an der Rombacher Straße durch den Bau eines Kreisels entschärfen, sofern der Gemeinderat die Mittel dafür bewillige. Dass der Parkhausanbau durchaus ein Schritt zur weiteren Stärkung des Hochschulstandorts Aalen sei, machte Dr. Stefan Horrer deutlich, stellvertretender Leiter des Amts Schwäbisch Gmünd des Landesbetriebs Bau und Vermögen. Denn viele Studierende machten inzwischen den zur Verfügung stehenden Parkraum zu einem Kriterium für die Wahl ihres Studienortes. Als „Gesundbrunnen“ nach drei Tagen Stuttgart 21-Debatte im Landtag empfand Abgeordneter Winfried Mack (CDU) den Spatenstich. „Während in Stuttgart massiv gestritten wird, wird in Aalen gebaut“, sagte er und sah den vor zehn Jahren am Burren begonnenen, kontinuierlichen Ausbau der HTW auch als Stärkung der Region. „Sie braucht diese gut ausgebildeten jungen Leute“, die natürlich dann auch hier bleiben müssten, meinte der Abgeordnete.

Und erhielt danach gleich ein dickes Lob von HTW-Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider: „Ohne Mack würde es das ganze Innovationszentrum nicht geben“, das eine hervorragende Chance für die ganze Region sei. Und trotz des Parkhausanbaus, so Schneider weiter, benötige die Hochschule künftig zusätzlichen Parkraum in Richtung Heimatwinkel und Freibad Unterrombach. Das, so meinte der Rektor, seien „niedrig hängende Früchte“, nach denen es bald zu greifen gelte.
 

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